Gutes Projekt

The moon in Alabama

Ein zentrales Thema der Stadtteilgestaltung im Bahnhofsviertel sind die Schaltschränke, von denen insgesamt 69 in unterschiedlicher Größe und Anordnung im Bahnhofsviertel zu finden sind. Die Schaltschränke dominieren optisch den öffentlichen Raum, vor allem durch die Überplakatierung, durch Graffiti und Überschreibungen. Allein im Bahnhofsviertel sind dadurch zehn Hektar des öffentlichen Raumes bestimmt – ein Potenzial, über das man sich ärgern oder aber besser als dezentrale Ausstellungsfläche in Wert setzen kann. Das ist die Idee des Kunstprojektes "The Moon In Alabama" mit dem renommierten Künstler Tobias Rehberger.

 
 

Kunst im Bahnhofsviertel

The moon in Alabama
Schorlemerstr. 4, 48143 Münster

ISG Bahnhofsviertel

The moon in Alabama

Bereits im Jahr 2011 begannen die gemeinsamen Planungsarbeiten auf Initiative von Peter Cremer, damaliger Vorsitzender der ISG Bahnhofsviertel Münster e.V., und der Stadt Münster. Ausgehend von der Idee, das Bahnhofsviertel durch eine künstlerische Gestaltung noch lebenswerter zu machen, entstand das von Tobias Rehberger entwickelte und im Jahr 2014 umgesetzte Projekt „The Moon in Alabama“. Seinen „Pilotcharakter“ machen das Projekt als solches, insbesondere aber sein besonderes Förderungsmodell aus. Erstmalig wurden Mittel aus dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW gemeinsam mit denen der ISG sowie verschiedenen privatwirtschaftlichen Förderern zusammengeführt, um diese einmalige Stadtplanungs- und Optimierungsmaßnahme realisieren zu können. Um die Wirkung und Nutzung des Skulpturen-Parcours nachhaltig zu garantieren, übernimmt die ISG zudem die Instandhaltungskosten für das Rehberger-Projekt für die kommenden zehn Jahre. Partnerschaften zwischen ausgewählten Skulpturen und Förderern sichern zudem deren Pflege und Bestand.

Die Schaltkästen sind die versteckten Schaltstellen, die unter der Oberfläche des urbanen Lebens das Miteinander von Kommunikation und Verkehr regeln. In Münster sind sie zu Orten einer künstlerischen Intervention geworden. Der international renommierte Künstler Tobias Rehberger, bekannt durch seine berühmte Bar „Günter’s (wiederbeleuchtet)“, Highlight der Skulptur Projekte Münster 1997, hat 11 Schaltschrank-Standorte neu gestaltet. Aus grauen Kuben wurden so spielerisch-bunte Sitzobjekte, die im Stadtbild des Bahnhofsareals neue Akzente setzen und zum Besetzen und Hinsetzen einladen. Dabei hat der Künstler in die Objekte immer auch eine Geschichte „eingeflochten“: Von Goa über Alabama bis Wanne-Eickel – jedes Objekt bezieht sich auf eine andere Stadt in der Welt. Und immer wenn dort der Mond aufgeht, scheint er auch in Münster. Denn eine runde Leuchtkugel thront wie eine strahlende Blüte über jedem Rohrgewächs. Kuratiert wurde das Projekt von Dr. Gail Kirkpatrick, Leiterin der Kunsthalle Münster.
 


Gemeinsam Zukunft gestalten

Weitere gute Projekte für ein
gutes Morgen in Münster

Alle Projekte


Münster in Aktion

Das passiert online

Mehr laden


Nehmen Sie Kontakt zu den Projektpartnern auf

Abschicken

Sie haben Fragen?

Kontaktieren Sie uns